Allgemein

Der Preis ist heiß

Ich möchte heute zu einem Thema schreiben, was mir sehr am Herzen liegt und sicher vielen anderen auch. Ich habe darüber schon oft nachgedacht und es bleibt einfach immer in meinem Kopf hängen.

Es geht um die Preise.

Mir ist es in letzter Zeit oft passiert, dass ich nach den Preisen gefragt wurde und nach meiner Antwort kam dann „oh das ist mir zu viel. Ich habe ja schon ein Geschenk und wollte nur noch etwas als kleinen Zusatz“.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, wenn ich hier kurz erläutere, weshalb man bei handgemachten Sachen keinen Massenproduktionspreis erwarten kann.

  • Zum einen sind es oft individuelle Anfertigung, die entweder an Wünschen entsprechend abgeändert oder erweitert und mit einem Namen versehen wurden. Hier zählt man nicht unbedibgt nur den Aufwand bzw. Mehraufwand, sondern auch den Service, dass es überhaupt machbar ist. Für die Farbauswahl. Dafür, dass ihr für eure Kinder oder für euch etwas passendes liebevoll erschaffen lassen könnt, etwas einzigartiges.
  • Hinzu kommt das Material. Manches muss vielleicht extra bestellt werden, beispielsweise Wolle einer bestimmten Farbe, Spieluhren mit einer bestimmten Melodie oder Sicherheitsaugen in einer bestimmten Größe. Man hat nicht immer alles da und zahlt oft Extraporto, um den Wünschen nachzukommen. Das Material an sich ist bei handgemachten Dingen in der Regel nicht das, was den Preis bestimmt.
  • Zeit. Es kostet wahnsinnig viel Zeit, etwas per Hand selbst zu fertigen. Wer es genau nimmt, muss oft etwas reihenweise auftrennen und nochmal starten. Nicht, weil man fehlerhaft gearbeitet hat, sondern weil man es genau nimmt. Weil man die Wünsche der Kunden ernst nimmt und erfüllen möchte und weil man es liebt, jemandem etwas zu liefern, das genau so ist, wie derjenige es sich erhofft hat. Dazu muss ich sagen, dass viele kleine Anbieter alles ausnahmslos in ihrer Freizeit fertigen. Da läuft nebenher noch der Haushalt, die Kinder, der Mann. Das Leben eben.

Wenn wir das mal ausrechnen würden, sähe das in der Theorie vielleicht folgendermaßen aus. Gehen wir mal davon aus, es handelt sich um einen Häkelbär.

  • Eckdaten: 13cm, Material vorrätig. Zubehör: ein Halstuch, zwei Wechselbändchen für den Kopf. Ab 3 Jahre.
  • Materialkosten: 4,60€ (beinhaltet Wolle, Sicherheitsaugen, Stoff, Filz, Kleber, Knopf, Verpackung)
  • Zeit: 5h. Geht man vom Mindestlohn von 8,50€ aus, sind das 42,50€
  • Porto: 2,60€

Macht in der Summe 49,70€.

Jetzt ist hoffentlich jedem bewusst, dass ich diesen hübschen kleinen Burschen nicht für einen Fuffi anbiete. Demnach musste ich einen Kompromiss finden. Einen Preis, der halbwegs dem Aufwand und Material gerecht wird und bei dem ich noch Abnehmer finde. Den könnte man dann bei 25€ ansetzen. Zieht man 7,20€ für Porto und Material ab, bleiben 17,80€ für 5h Arbeitsaufwand. Also 3,56€ pro Stunde. Die Liebe und die Idee dahinter, die Offenheit für Anpassungen sind hier kein Stück berücksichtigt.

Diese Rechnung ist nur ein Beispiel. Vielleicht wird dem einen oder anderen klar, was er damit kauft. Und was er dann dementsprechend verschenkt. Individualität, viel Liebe und ein Erinnerungsstück. Einzigartigkeit. Nichts von der Stange oder aus China. Etwas Auserwähltes. Etwas besonderes. Ein Kleinod. Einen Schatz.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen hier allerdings auch die Liebhaber des Handwerks. Die, die bei Preisen nicht feilschen, weil sie vielleicht selbst die Handarbeit lieben und wissen, was dahinter steckt. Die Sammler. Die, die hinterher liebevoll Feedback geben und die Handarbeit als etwas behandeln, das großen Wert hat. Heute mehr denn je.

Wir Selbermacher lieben es, euch glücklich zu machen. Wir gehen dafür Kompromisse ein. Wir erfüllen oft jeden Wunsch. Aber nicht für einen Appel und ’n Ei.

Genießt den Adventssonntag und bastelt heut was. Verschenkt was. Und freut euch über Selbstgemachtes.

eure Catharina

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DIY

15-Minuten-Dessert

Zu Weihnachten hat man ja gern alle beisammen und lässt keine Gelegenheit aus, Gäste einzuladen. Ich hab am Sonntag spontan die Nachbarin/Babysitterin/Ersatzomi für heute zum Tee eingeladen und brauchte noch eine last-minute-Idee zum Schlemmen.

Also hab ich dem Mann aufgetragen, bisschen was auf dem Heimweg einzukaufen und habe folgendes mal eben fix zusammengemixt.

Ihr braucht dazu:

  • 7 Kinderriegel
  • 50g Butter
  • 4 EL gezuckerte Kondensmilch
  • 250g Mascarpone
  • 150g Sahnefrischkäse
  • 200g Spekulatius

Schritt 1

3 Kinderriegel und die Butter schmelzen. Gezuckerte Kondensmilch dazu. Rühren.

Schritt 2

Spekulatius zerkleinern und in kleine Gläschen füllen.

Schritt 3

Mascarpone und Frischkäse zur bisherigen Creme hinzufügen. Rühren.

Schritt 4

Creme auf die Spekulatiusbrösel geben.

Schritt 5

Verzieren mit dem übrigen Kinderriegeln und Spekulatius.

Fertig. ♡

Bei uns gibt’s dazu n feinen Wintertee.

Im Sommer lässt sich der Speku prima gegen herkömmliche Butterkekse austauschen.

Viel Spaß beim Nachmixen.

Eure Catharina

DIY · Home

Tutorial: Filzschleifchen

Für Häkeltiere oder Puppen kann man so viele schöne Accessoires basteln. Und die Accessoires sind vielseitig einsetzbar.

Ich muss dazu sagen, dass die kleinen Sachen auf keinen Fall für Babies geeignet sind. Ein Baby kann damit sowieso nicht viel anfangen. Anziehen und Umziehen ist erst ab einem Alter von ungefähr 3 Jahren wirklich interessant und motorisch machbar. Meine Tochter von fast zweieinhalb Jahren zeigt zwar schon Interesse, verliert aber die Geduld schnell, weil die kleinen Händchen noch etwas Übung für die ganz kleinen Sachen brauchen. Auch der Sicherheit wegen liegt meine Empfehlung bei 3 Jahren.

Das erste Tutorial zeigt euch, wie ich die Schleifchen mache. Ich benutze dafür Wollfilz der Stärke 1mm. Eine Stärke von 2mm ist auch wunderbar und eignet sich gut für größere Schleifen.

Material:

Schritt 1

Schneidet euch ein Stück Filz zurecht in der gewünschten Größe. Bei mir ist es ein Rechteck von etwa 3x2cm.

Schritt 2

DSC02075-01

Häkelt eine Luftmaschenkette von der Länge des Kopfumfangs der Puppe und lasst von Anfangsfaden und vom Endfaden jeweils 6-7cm. Ihr könnt auch die Fadenenden kürzen und die Luftmaschenkette stattdessen entsprechend verlängern. Das ist dann nicht ganz so winzig zu handhaben. Wichtig ist nur, dass genug Band oder Faden bleibt, um es mit einem Schleifchen zuzubinden.

Schritt 3

Die Schleife wird dann nicht mittig, sondern etwas seitlicham Kopf liegen, also darf sie auch nicht mittig am Häkelband angebracht werden. Im Bild seht ihr, wo ich es etwa platziere.

An diese Stelle des Bandes tropft ihr etwas vom Bastelkleber, pustet zweimal drauf und klebt das Filzstück schön mittig auf.

Nach ein bis zwei Minuten ist es fest genug, um weiterzubasteln. Gerade genug Zeit für ein ordentliches Stück Schokolade.

Schritt 4

Nun wird der Filz zur Schleife gefaltet. Dazu knickt ihr zuerst das Stück Filz einmal um das Band und zwar dort, wo beides verklebt ist. Danach knickt ihr beide langen Kanten des Filzstückes wieder zurück, so dass der Filz eine Treppe bildet. Im Bild könnt ihr es gut erkennen.

Schritt 5

DSC02086-01

Diese Form fixiert ihr mit dem dünnen Faden und macht einen Knoten. Man kann jetzt schon prima erkennen, dass es ein hübsches Schleifchen wird.

Schritt 6

Als letztes wird ein etwa 3cm langes Stück Filz zurechtgeschnitten von einer Breite von 2-3mm.

Ihr tropft dann wieder ein bisschen Bastelkleber auf die Mitte der Schleife und zwar auf der Seite, an der das häkelband befestigt ist. Dann klebt ihr das eine Ende des Filzbandes an und klebt es nun um die geraffte Mitte der Schleife herum.

Fertig.

Ist es nicht simpel? Ich könnte Stunden damit verbringen, Schleifchen zu basteln.

Anleitungen · Home

Lernset für Grundfarben

Ich bin ganz glücklich, euch etwas neues vorstellen zu können. Es ist mal etws ganz anderes, als ein Amigurumi. Sondern etwas ganz praktisches, etwas für Kinder, etwas zum Lernen und Probieren und vor allem zum Sortieren.

Zusammen mit Chez Mama Poule– einem liebevollen Mamablog für alle Facetten des Familienlebens – ist ein Lernset entstanden, das dem Kind Farben und Formen näher bringt.

Und hier bekommt ihr die super einfache Anleitung, falls jemandem noch das Herz nach einem DIY-Babygeschenk schlägt oder bisher einfach im Laden nirgendwo das Richtige dabei war. Hier kombiniert sich die Freude des Schenkers am Häkeln mit Nachhaltigkeit (weil selbstgemacht) und pädagogischem Wert. Was will man mehr?
Es folgt die Anleitung, an der ich wirklich viel Freude hatte.

Ihr braucht für das Projekt folgende Dinge:

dsc018641.jpg

  • kräftigeres Baumwollgarn (Ich habe von Yarn and Colors das Epic verwendet in den Farben 062, 011 und 023 – es ist wichtig, dass wirklich käftiges Garn genommen wird, damit die Bälle ihre kleinkindtaugliche Größe erhalten)
  • eine passende Häkelnadel (in meinem Fall eine Stärke von 2.5)
  • Schere
  • Füllwatte

Es entstehen in jeder Farbe ein Körbchen und 3 Bälle.

Körbchen

achtet beim Körbchen darauf, dass ihr die Stäbchen für den Boden des Körbchens nicht zu fest häkelt, damit es sich nicht allzu sehr wölbt.

R1: in Fadenring: 2LM, 12Stb, KM (12)

R2: 2LM, 12Zun, KM (24)

R3: 2LM, (Stb, Zun)x12, KM (36)

R4: 2LM (2Stb, Zun)x12, KM (48)

R5: in hinteres Maschenglied: 48fM (48)

R6-10: 48fM, KM (48)

DSC01895

Ball

R1: 6fM im Fadenring (6)

R2: (Zun.)x6 (12)

R3: (1fM, Zun)x6 (18)

R4: (2fM, Zun)x6 (24)

R5-9: 24fM (24)

R10: (Abn, 2fM)x6 (18)

An dieser Stelle Watte reinfüllen

R11: (Abn, fM)x6 (12)

An dieser Stelle nochmal Watte nachstopfen

R12: (Abn)x6 (6)

Und nun ist euer Lernset schon fertig. Sehr simpel, oder? Und es beschäftigt so wunderbar.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Freude beim Häkeln und Weihnachtszeit vorbereiten. Denkt nicht so viel an teure Geschenke und Klimbim. Führt euch die wahren Werte vor Augen ♥

Liebst, eure Catharina

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DIY · Home

Übers Anfangen und Weitermachen

Die meisten Dinge machen erst Spaß, wenn man sie kann. Üben ist – zumindest für mich – keine Freude. In der Grundschulzeit hab ich Blockflöte gelernt. Einige Jahre habe ich nur geübt und geübt. Bis ich irgendwann den Kanal voll hatte. Also nur üben frustriert sehr. Wenn man aber ab und zu ein Erfolgserlebnis hat, ermutigt es einen, weiterzuüben. Und an dieser Stelle rede ich vom Häkeln.

Als ich so etwa 15 war, wollte meine Mama unbedingt, dass ich weiß wie man strickt, stickt und häkelt. Ich hab alles mal kurz gelernt und wieder vergessen, weil ich keine Lust hatte. Ich sollte schließlich ständig nur üben, ohne Ergebnisse zu sehen. Jahrelang hab ich das als Omabeschäftigung abgetan. Bis ich dann letztes Jahr über instagram auf einen Haufen herrlicher Häkelfeeds gestoßen bin und völlig verzaubert war. Dann fing ich im Urlaub an und ich gebe zu, ich musste wirklich alles neu lernen. Meine anfänglichen Häkelhasen waren eine Katastrophe. Der Hase aus dem Urlaub sah aus, wie mehrmals durch die Gezeiten gezogen. Mit gutem Willen könnte man behaupten,er hätte immerhin Charakter. Haha

Was ich sagen will: auch das Häkeln zu lernen ist erst mal Arbeit. Selbst nach Anleitungen zu häkeln geht nicht gleich auf Anhieb. Aber was vielleicht im YouTube-Tutorial schwer und verwirrend aussieht, ist tatsächlich viel einfacher.

Wer gern Amigurumi häkeln will, fängt vielleicht erst mit einem hacky sack an. Dann kann man mit kleinen Figuren weiter machen und sieht zwischendurch immer Ergebnisse. Wäre doch optimal, oder?

Ist nur ein Vorschlag. Jedenfalls hat man beizeiten auch ein schönes Maschenbild, keine Löcher mehr dazwischen, man hat irgendwann die Handbewegung raus und ruckizucki geht alles wie von allein. Der Trick ist, erstmal anzufangen und beharrlich zu sein.

Wie sagt Horaz so schön:

Frisch gewagt ist halb gewonnen.

Und was hast du schon zu verlieren? Aus dem Grund habe ich mich letztens mal ans Stricken gewagt. Bei der Umfrage auf instagram vor ein paar Tagen haben doch wirklich 11% für „Lasses lieber“ gestimmt und drei von euch haben mir direkt im Anschluss ihren Unmut bekundet.

Ich also in den Laden gesaust, mir Rundstricknadeln aus Bambus gekauft und ’ne feine Merinowolle und hab abends YouTube durchforstet. Man, war das nervenaufreibend. Schon das Maschenanschlagen hat mich irre gemacht. Ich war ja fest der Meinung „ja komm, zumindest das mit der Wolle um den linken Finger kannst du, das kennste schon vom Häkeln“ – Pustekuchen. Ich hatte überhaupt keine Kontrolle über meine Finger. Jeden Abend stand ich da vor YouTube (stand, weil Baby in der Trage), hab gestrickt, aufgedröselt, neu angefangen, Video Stopp, neu angefangen, Video Stopp, Video zurück, geschimpft, Masche verloren, Schokolade gegessen, neu angefangen, Video Stopp, aufgedröselt, geschimpft, Mama angerufen, Schokolade gegessen, Video Stopp, Mama angerufen..

Naja, ich muss zugeben, ich hab mich überschätzt, aber war geduldiger als ich das von mir so gewöhnt bin. Ich habe kein schönes Maschenbild, mir gehen regelmäßig die Maschen flöten und entweder stirbt mir der linke Zeigefinger ab oder ich hab einen extrem lockeren Faden, aber es wird. Es wird. Es wird. Und jedes mal, wenn ich alles wieder aufdrösel, sag ich zu mir selbst „jede Masche, die ich verliere, bringt mich dem Ziel ein Stück näher…“ und stopfe ein Stück Schokolade nach.

Wer also gern etwas Neues wagen möchte: tut euch den Gefallen und seid geduldig. Es wird.

Eure hoffnungslos verstrickte Catharina

DIY · Home

Herbstdeko

Ich bin gar nicht so der Deko-Mensch. Also ich habe natürlich Deko-Elemente zuhause rumstehen, aber ich finde, bei Deko macht die Dosis das Gift. Da ist weniger wirklich mehr.

Und ich muss gestehen, ich bastel gern selber. Als ich vor zwei Wochen durch den Tedi gewandelt bin, verzückt von den schönen Herbstholzteilen, hab ich ein paar schöne Sachen mitgenommen, nämlich Streudekoblätter und -Füchse. Was gibt es herbstlicheres?

Ich habe daraus eine kleine und schlichte Girlande gezaubert.

Für eine Girlande braucht ihr folgende Dinge:

  • Eine kleine Schere
  • Sekundenkleber
  • Garn (ich hab immer Jeansgarn da, das ist reissfest und so praktisch für alles!)
  • Streudeko aus Holz (gibt’s gern im Nanunana, Tedi, Pfennigpfeiffer, Kik, Depot – was man halt in der Nähe hat)

Ihr schnippelt dazu erstmal eine schöne lange Strippe von Garn ab. Der Rest ist super simpel. Ihr wickelt das Garn zweimal um eine gute Stelle am Holzteilchen, wo es am besten nicht wegrutschen kann. Bei mir ist das der Blattstiel. Einen Knoten braucht man keinen zu machen. Jetzt macht man einen ganz kleinen Tupfer Sekundenkleber auf die Stelle, wo das Garn doppelt/dreifach liegt, pustet ein paar Mal und fest hängt das Blatt.

Einfach, oder? Das macht man so lange, bis von der Strippe nichts mehr übrig ist. Ich hab dann noch am Ende eine Schlaufe geknotet zum aufhängen. Fertig. Tadaaa!

Diese Anleitung ist freilich sehr variabel. Viel Spaß beim Basteln und genießt den Herbst!

Eure Catharina

Inspirationen

Testhäkeln für Príncipe del crochet

Während ihr fleißig meinen Bobbelfux probehäkelt, darf ich auch an meiner ersten Testhäkelrunde teilnehmen, und zwar für príncipe del crochet. Ihr merkt schon, es geht hier um eine Häkelanleitung mit spanischen Wurzeln. Und zwar speziell um Dámaso, den Bären. Ich durfte die Anleitung in englisch testen und habe soweit alles verstanden. Mein Englisch ist auch nicht perfekt, aber dafür reicht es noch.

Es ist eine relativ simple Anleitung, der Bär entpuppt sich schlussendlich als sehr gut machbar, auch für Anfänger. Wie immer ist die Verbindung der Beine etwas verzwickt, da komme ich auch bei meinen eigenen Bobblis oft durcheinander. Dieses Mal war das rechtsrum häkeln der sportlich erhöhte Reiz, denn rechtsrum habe ich noch nie Beine miteinander verbunden. Haha. Aber erstaunlicher Weise ging es ganz gut.

Die Ohren anzunähen war eine ziemliche Friemelei und auch bei der Nase wird eine Schreibweise benutzt, die ich so noch nie gelesen hatte. Habe mich aber reingefitzt und bemerkt, dass es einfacher war, als ich dachte. Letztenendes ist es geglückt und das Resultat ist wirklich süß! Mein erstes rechtsrumgehäkeltes Werk!

Hier kommt mein Häkelergebnis von Dámaso Bär. Ich find den Kerl schon sehr süß. Ich habe noch einen Bauchnabel ergänzt und finde es absolut lustig anzuschauen.

Absolute Anfängerempfehlung, ein paar Englischkenntnisse sind allerdings nötig und es wäre praktisch, wenn man prinzipiell schon weiß, wie man häkelt und wie Amigurumis funktionieren.

Versucht euch mal daran!

Die Anleitung gibt’s bald hier!

Grüß euch! ♡

Was soll das

Warum ich ausgerechnet häkel

Ich hatte bei Instagram vor einer ganzen Weile mal etwas geschrieben, warum Häkeln das perfekte Hobby für mich ist. Ich meine, ich könnte ja genau so gut nähen oder stricken oder zeichnen oder oder oder. Aber nähen hab ich vor einer Weile aufgegeben, das mach ich nur aus Notwendigkeit ab und zu. Das Gefitze mit dem dünnen Fädchen und die ganze ewig lange Vorbereitung hat mich meinen letzten Nerv gekostet. Und eh ich damit dann richtig anfangen kann, ist mein Kind schon wieder wach vom Mittagsschlaf. Und diese Maschine, die nie macht was sie soll! GRRR

Naja und Stricken mag ich nicht, weil das mir eine Nadel zu viel ist. Haha! Ihr seht, ich bin da anspruchsvoll. Oder vielleicht auch anspruchslos, mit reicht ja schließlich eine Nadel.

Meine Gründe, warum Häkeln perfekt ist, sind folgende:

1. Eine Nadel. Ein, vielleicht zwei Wollknäule, eine Schere. Das ist eine sehr kurze Liste von Dingen, die man braucht, um etwas herzustellen. Da behält man leicht den Überblick.

2. Ich kann jederzeit anfangen und aufhören. Brauch mir nur markieren wo ich war und dann den Krempel weglegen. Das ist ganz gut, wenn das Kind aufwacht oder mal ein unerwartetes Zeitfenster auftaucht. Oder der Postmann klingelt, der Feuermelder angeht, das Essen anbrennt, das Kind im Klo stecken bleibt.

3. Die übersichtliche Liste an Utensilien macht es ungeheuer leicht, alles mal eben einzupacken und mitzunehmen. Nimmt nicht viel Platz weg und wiegt nicht viel. Pörfekt! Was mich direkt zum nächsten Punkt führt.

4. Ich kann häkeln, wo ich will. Mein Lieblingsplatz ist die Couch. Da soll mal einer sagen, Häkeln wäre nicht reizvoll.

5. Es macht keinen Krach. Mit einer Nähmaschine kann ich nicht mal eben neben dem kranken, schlafenden Kind arbeiten. Mit meiner Häkelnadel schon!

6. Die Kosten bleiben übersichtlich, dadurch dass man ja nicht viel braucht. Und was kostet schon ein Knäul Wolle. Was nicht heißt, dass man nicht ein Vermögen in Wolle stecken kann, wenn man will. Und das will man in der Regel ganz oft. Haha

7. Die Serie, die nebenher laufen kann, darf man nicht vergessen. Ich kenn zwar immer nur die Hälfte des Plots, aber vielleicht ist der Rest auch gar nicht sehenswert. Wer weiß 😁

Es gibt also sieben handfeste Gründe, mit dem Häkeln anzufangen. Ich kann es nur empfehlen. Wem das nicht reicht, der soll mal in den Wollladen gehen, da gibt es noch hunderte bunte, runde Gründe mehr!

Umärmelung, eure Catharina

Anleitungen

Der erste Bobbli

Ihr Lieben, die ihr meine Liebe zu gehäkelten Kreaturen teilt. Hier präsentiere ich euch den KAPUZENBOBBLI

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Das ist meine erste richtige Anleitung, an der ich ein Weilchen getüftelt habe und die schon viele zur Probe gehäkelt haben. An dieser Stelle nochmal ein dickes Danke! Dadurch konnte ich ein paar grobe Fehler rausstreichen und alles nochmal ordnen.

Hier sollte noch mal erwähnt werden, dass ich auf links häkel, was nichts anderes ist, als das normale Häkeln, nur dass ich nach dem Fadenring die ganze Sache direkt auf links drehe und häkel. Ich steche quasi bei jeder Masche von innen ein. Tja, ja. So kommt auch das symmetrische Muster zustande. Meine Anleitungen funktionieren aber auch auf rechts, es sieht nur hinterher etwas anders aus, also so vom Muster her. Ich glaub, jeder hat seinen eigenen Häkelstil, der einfach entsteht, weil jeder eine andere Nadelgröße bevorzugt (ich häkel prinzipiell mit 1.75er und habe immer gleich starke Wolle), oder mehr oder weniger locker oder fest häkelt. Meine Hasen haben alle kantige Köpfe. Lasst mich euch sagen: das muss so! Haha.

Als denn, versucht euch am Kapuzenbobbli. Viel Spaß!

Eure Catharina